
Die Tiefbaubranche ist ein hart umkämpfter Markt, in dem langfristige Stabilität und Fachkompetenz über den Erfolg entscheiden. Doch was passiert, wenn der Inhaber eines Unternehmens in den Ruhestand geht? Eine schlecht geplante oder unklare Unternehmensnachfolge kann schwerwiegende Folgen haben – von finanziellen Verlusten bis hin zur Unternehmensschließung.
Eine durchdachte Strategie sichert nicht nur die Zukunft des Unternehmens, sondern auch Arbeitsplätze, Kundenbeziehungen und den hart erarbeiteten Unternehmenswert. Lesen Sie weiter, um herauszufinden, worauf es bei einer erfolgreichen Nachfolge im Tiefbau wirklich ankommt.
Die Tiefbaubranche ist das Fundament jeder modernen Infrastruktur – von Straßen über Brücken bis hin zu Versorgungsleitungen. Doch während Bagger, Kräne und Ingenieurleistungen täglich dafür sorgen, dass die Wirtschaft buchstäblich weiterläuft, steht eine andere Baustelle oft unbemerkt im Hintergrund: die Unternehmensnachfolge.
Die Entscheidung über die Art der Unternehmensnachfolge ist eine der zentralen Fragen, die sich ein Unternehmer frühzeitig stellen sollte. Dabei gibt es verschiedene Modelle, die jeweils Vor- und Nachteile mit sich bringen. In der Tiefbaubranche hängt die Wahl des passenden Modells stark von der Unternehmensstruktur, der familiären Situation und der Marktentwicklung ab.
Ein Großteil der deutschen Mittelständler plant ursprünglich, das Unternehmen innerhalb der Familie weiterzugeben. Laut einer KfW-Studie wollen rund 50 % der Unternehmer ihren Betrieb an die nächste Generation übergeben (Quelle). Doch nur ein Bruchteil dieser Pläne wird tatsächlich umgesetzt – oft fehlen geeignete Nachfolger oder das Interesse der Kinder am Unternehmen.
Steuerliche Belastungen durch Erbschafts- und Schenkungssteuer mĂĽssen bedacht werden
Falls kein Familienmitglied das Unternehmen übernehmen möchte, kann ein Management-Buy-Out eine attraktive Lösung sein. Dabei erwerben langjährige Führungskräfte oder ein bestehendes Team das Unternehmen.
Ein MBI bedeutet, dass eine externe Person oder ein Managementteam das Unternehmen erwirbt und fortfĂĽhrt. Dies ist besonders interessant, wenn innerhalb des Unternehmens keine geeigneten Nachfolger vorhanden sind.
Mögliche Kapitalzufuhr für weiteres Wachstum
Eine weitere Möglichkeit ist der Verkauf an ein anderes Unternehmen, das sich durch den Kauf strategische Vorteile sichern möchte. In der Tiefbaubranche kommt dies oft bei Expansionen oder Marktkonsolidierungen vor. Besonders im Spezialtiefbau können durch solche Verkäufe Synergien geschaffen werden, die die Effizienz steigern und auf die Marktbedürfnisse eingehen.
Unternehmer kann sich meist schneller aus dem operativen Geschäft zurückziehen
Ein Private-Equity-Unternehmen beteiligt sich an der Firma und bringt Kapital für weiteres Wachstum mit ein. Dies kann eine Lösung sein, wenn eine schrittweise Übergabe gewünscht ist.
Strukturierte Nachfolgelösung mit professioneller Begleitung
Jedes Nachfolgemodell hat spezifische Chancen und Herausforderungen. Während eine familieninterne Übergabe Tradition und Kontinuität sichert, bietet ein Verkauf an Investoren finanzielle Vorteile und neue Wachstumschancen. Die Entscheidung sollte daher individuell getroffen und gut durchdacht werden.
Ein professioneller M&A-Berater kann helfen, die passende Strategie zu entwickeln, um den Unternehmenswert zu maximieren und eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Die nächste große Herausforderung: Wie kann der Übergang reibungslos ablaufen?
In Deutschland stehen in den kommenden Jahren tausende mittelständische Bau- und Tiefbauunternehmen vor einem Generationswechsel. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) planen rund 190.000 Unternehmen bis 2027 eine Übergabe – ein Drittel davon im Bau- und Handwerkssektor. Doch fast jedes zweite Unternehmen hat keinen klaren Nachfolgeplan, was erhebliche wirtschaftliche Risiken birgt.
Die Tiefbaubranche unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Sektoren, insbesondere bei der Nachfolgeregelung:
Hohe Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge und Geräte müssen in die Nachfolgeplanung einbezogen werden.
Baustellen laufen oft über mehrere Jahre. Wer übernimmt die Verantwortung für bestehende Verträge?
Digitalisierung und moderne Bauverfahren stellen sowohl Ăśbergeber als auch Nachfolger vor strategische Herausforderungen.
Öffentliche Ausschreibungen und Bauvergaben erfordern Erfahrung und oft langjährige Qualifikationen, die sich nicht kurzfristig übertragen lassen.
Die Unternehmensnachfolge ist keine spontane Entscheidung, sondern ein mehrjähriger Prozess. Eine fehlende oder verspätete Planung kann den gesamten Betrieb gefährden – sei es durch finanzielle Verluste, abwandernde Kunden oder sogar die Schließung des Unternehmens.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es essenziell, frühzeitig eine Strategie zu entwickeln und alle Optionen – interne und externe Nachfolge, Management-Buy-out oder Verkauf an strategische Investoren – gründlich zu prüfen.
Die Unternehmensnachfolge ist ein komplexer Prozess, der mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Zahlreiche Unternehmen – auch in der Tiefbaubranche – scheitern daran, eine geordnete Übergabe zu realisieren. Dies kann nicht nur den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sondern auch finanzielle und rechtliche Risiken für Übergeber und Nachfolger mit sich bringen.
Hier sind die häufigsten Fehler in der Nachfolgeplanung – und wie Sie sie vermeiden können.
Viele Unternehmer unterschätzen die Zeit, die eine Unternehmensnachfolge erfordert. Laut einer Untersuchung des IfM Bonn beginnen rund 40 % der Unternehmer erst dann mit der Nachfolgeplanung, wenn der Ruhestand unmittelbar bevorsteht – oft zu spät.
Ein weiterer kritischer Fehler ist eine unzureichende oder unrealistische Unternehmensbewertung. Viele Unternehmer schätzen den Wert ihres Betriebs emotional oder subjektiv ein, anstatt sich auf objektive Methoden zu stützen.
Die Unsicherheit, die durch eine schlecht kommunizierte Nachfolge entstehen kann, führt oft zu Unruhe im Unternehmen. Wenn Mitarbeiter erst spät oder gar nicht über die Übergabe informiert werden, droht eine Welle von Kündigungen – vor allem von Schlüsselkräften.
Viele Unternehmer setzen sich zu spät mit steuerlichen und rechtlichen Aspekten der Übergabe auseinander. Das kann zu hohen Steuerlasten oder juristischen Konflikten führen – insbesondere bei einer familieninternen Nachfolge.
Ein oft unterschätztes Problem: Viele Unternehmer haben ihr Lebenswerk aufgebaut und finden es schwer, die Kontrolle abzugeben. Das führt dazu, dass sie sich zu lange ins Tagesgeschäft einmischen oder Entscheidungen des Nachfolgers hinterfragen.
Eine Unternehmensnachfolge ist eine der weitreichendsten Entscheidungen für einen Unternehmer und sein Unternehmen. Wer frühzeitig plant, die richtigen Weichen stellt und sich professionelle Unterstützung sichert, kann den Übergang erfolgreich gestalten – und dabei nicht nur den Fortbestand des Betriebs, sondern auch den eigenen finanziellen Erfolg sichern.
➦ Frühzeitig mit der Planung beginnen
Je eher Sie sich mit der Nachfolge auseinandersetzen, desto mehr Optionen stehen Ihnen offen. Planen Sie mindestens 5 bis 7 Jahre im Voraus, um alle wichtigen Aspekte – von der Nachfolgersuche über die Bewertung bis hin zur Finanzierung – optimal zu regeln.
➦ Das passende Nachfolgemodell wählen
Ob interne Übergabe, Verkauf an Wettbewerber oder Management-Buy-Out – jede Option hat Vor- und Nachteile. Wägen Sie Ihre persönlichen Ziele und die wirtschaftlichen Bedingungen sorgfältig ab.
➦ Unternehmenswert realistisch einschätzen
Lassen Sie eine fundierte Unternehmensbewertung erstellen, um den bestmöglichen Kaufpreis zu erzielen und potenzielle Käufer nicht abzuschrecken.
➦ Rechtliche und steuerliche Aspekte nicht unterschätzen
Holen Sie frühzeitig juristischen und steuerlichen Rat ein, um unnötige Steuerlasten oder Haftungsrisiken zu vermeiden.
➦ Mitarbeiter, Kunden und Partner einbinden
Kommunizieren Sie die Nachfolge offen und transparent, um Vertrauen und Stabilität im Unternehmen zu wahren. Eine schrittweise Einführung des Nachfolgers hilft, Kontinuität zu gewährleisten.
➦ Loslassen lernen & den Übergang strukturieren
Eine klar definierte Ăśbergabephase mit festen Verantwortlichkeiten erleichtert dem Nachfolger den Start und sorgt fĂĽr einen reibungslosen Wechsel.
Die TERRAS Tiefbau Gruppe versteht die Herausforderungen einer Unternehmensnachfolge in der Bau- und Tiefbaubranche genau. Als erfahrener Partner begleiten wir Unternehmer durch den gesamten Nachfolgeprozess – von der strategischen Planung über die Bewertung bis zur Umsetzung.
âś” Strategieberatung: Entwicklung eines maĂźgeschneiderten Ăśbergabekonzepts
âś” Unternehmensbewertung: Realistische Wertermittlung basierend auf Marktstandards
âś” Nachfolgersuche: UnterstĂĽtzung bei der Identifikation und Auswahl geeigneter Kandidaten
âś” Rechtliche & steuerliche Strukturierung: Zusammenarbeit mit Experten zur Minimierung steuerlicher Belastungen
âś” Ăśbergangsmanagement: Begleitung der Nachfolgephase fĂĽr einen reibungslosen Wechsel
Möchten Sie Ihre Unternehmensnachfolge erfolgreich gestalten? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch – wir helfen Ihnen, die Weichen für eine stabile Zukunft zu stellen.
